Chili con Carne

Inspiriert durch den CRE 216 zum Thema Chilikultur hatte ich mal wieder richtig Lust auf ein leckeres Chili con Carne. Und ganz ehrlich: Was gibt es an einem verregneten November-Wochenende besseres, als auf der Couch zu liegen, die 7 Staffel Walking Dead zu schauen und sich dabei immer mal wieder aus einem vor sich hin blubbernden Topf Chili zu bedienen?

Natürlich gibt es nicht das eine Chili-Rezept. Rindergulasch wie beim texanisches Original oder Hackfleich? Mit Bohnen und Mais oder ohne? Ich bin der Meinung: Es ist erlaubt was schmeckt. Nur scharf sollte es sein. Es heißt ja Chili und nicht Tex-Mex-Bolognese. Und vegetarisches con Carne macht wohl auch nicht wirklich Sinn.

Dass ich ganz gerne Rindergulasch im Chili verwende hat mehr praktische als traditionelle Gründe: Hackfleich wirklich bröselig zu braten ist eine fiese Arbeit. Da lassen sich die Röstaromen mit Gulasch doch deutlich einfacher generieren.

Kidney-Bohnen finde ich lecker und Mais mag ich nicht so gerne, somit erklärt sich die Zutaten-Liste für mein Lieblings-Chili.

Zutaten für 4 bis 6 Personen

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  • 500g Rindergulasch
  • 100g Speck
  • Chili (Art und Menge nach Geschmack)
  • Block-Schokolade (2 Blöcke)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stange Sellerie
  • 2 Paprika
  • 3 Knoblauch-Schoten
  • Tomatenmark
  • 500g passierte Tomaten
  • 250g Kidney-Bohnen
  • Rotwein
  • Oregano
  • Soure Creme oder Creme Fraiche
  • 400ml Gemüsebrühe
  • 1 Espresso
  • Erdnussöl (zum Braten)

Ich benutze gerne zu Beginn frische Chili und gebe beim Abschmecken noch einmal getrocknete Chili hinzu, da sich diese besser dosieren lassen. Bei diesem Chili verwendete ich eine frische orange Habanero und würzte später noch einmal mit getrockneten madairianischen Chilis nach.

Zubereitung

Nachdem das Gemüse möglichst klein geschnippelt wurde, können die Speckwürfel angebraten werden. Hier nicht mit Hitze sparen. Sobald der Speck leicht braun geworden ist, kann er auch schon wieder raus aus dem Topf.

Nun die Möhren, Paprika und den Sellerie mit etwas Erdnussöl in den Topf. Das Gemüse auf halber Flamme brutzelt lassen. Nach drei Minuten kommen dann auch die frischen Chili und die Zwiebeln dazu.

Ist das Gemüse schön angedünstet, kann es ebenfalls wieder entnommen werden. Hierbei aufpassen, dass keine Reste im Topf bleiben, denn jetzt wird es richtig heiß:

Das Fleisch wird scharf angebraten. Hierzu immer nur so viel Gulasch in den Topf geben, bis der Boden des Topfes bedeckt ist. Der Gulasch sollte nicht im Topf „gestapelt“ werden. Bei meinem recht großen Topf und den 500g Gulasch habe ich nacheinander 2 Portionen Gulasch auf höchster Stufe angebraten. Der Gulasch soll dabei von außen schön dunkel braun und von innen noch roh sein.

Nun die Hitze wieder etwas herunter stellen und den gesamten Gulasch sowie das Gemüse und den Speck wieder in den Topf tun und das ganze mit einem guten Schuss Rotwein ablöschen.

Sobald der Rotwein verkocht ist, kommt ein guter Schuss Tomatenmark über den Gulasch und wird ordentlich verrührt. Hierbei aufpassen: Tomatenmark brennt gerne an.

Nun den Knoblauch drüber reiben die Gemüsebrühe sowie die passierten drüber geben und das ganze mindestens eine Stunde ohne Deckel auf niedriger Stufe köcheln lassen.

Hat das Chili eine Stunde vor sich hin geköchelt, dürfen die Bohnen, der Espresso und die Blockschokolade dazu. Zudem wird das ganze mit Oregano und den trockenen Chilis abgeschmeckt.

Nachdem das Chili mindestens eine weitere Stunde (wenn der Hunger es zulässt besser deutlich länger) bei niedrigster Temperatur und mit Deckel vor sich hin geköchelt hat, darf es genossen werden.

Beilagen

Als Beilage reiche ich gerne mit Butter beschmierte Brötchen. Ist das Chili einmal zu scharf, so lindert die Butter den Schmerz.

Als zusätzlicher Schmerzstiller bietet sich auch Soure Creme oder Creme Fraiche an, welches je nach Schmerzempfinden zum Chili hinzugegeben werden kann.

Chili aufwärmen

Es ist kein Geheimnis: Aufgewärmtes Chili schmeckt am besten. Darum mache ich in der Regel mindestens doppelt so viele Portionen als ich brauche, damit ich am nächsten Tag auch noch etwas davon habe.

Zum aufwärmen hole ich den Topf bereits morgens vorm Frühstück aus dem Kühlschrank, koche es kurz auf, gebe noch etwas Flüssigkeit und lasse es dann auf niedrigster Stufe stundenlang vor sich hin köcheln.

Die Portion Chili, die ich eben gegessen habe, hat heute bereits 8 Stunden vor sich hin geköchelt und war eine Offenbarung.

 

 

 

 

 

 

 

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